Lucid präsentiert Seven Suite: Ein Live-Erlebnis voller Klang, Raum und elektrischer Bewegung -

An die Grenzen gehen: 8.000 Kilometer im Lucid Gravity

Interview mit Aurélien André, Senior Manager Engineering, Vehicle Development Europe

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Lucid Team

17. Juni 2025 in

Engineering

Aurélien André und sein Team sind gerade von einer aussergewöhnlichen Reise zurückgekehrt: einer rund 8.000 Kilometer langen Testfahrt quer durch Europa – vom Lucid-Standort in München bis an den Polarkreis und wieder zurück. Mit dabei: die ersten europäischen Vorserienmodelle des Lucid Gravity. Das Team testete die Modelle unter verschiedensten Bedingungen auf Herz und Nieren – darunter bei klirrender Kälte in Norwegen, Schweden und Finnland sowie auf unterschiedlichsten Strassenverhältnissen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Dänemark.

Doch es ging um mehr als nur Strecke machen: Die Tour war ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von Auréliens europäischem Entwicklungsteam – mit dem Ziel, die besonderen Erwartungen europäischer Kunden an den Lucid Gravity zu übertreffen.

Für Europa gebaut – In Europa getestet

Lucids globale Teststrategie ist sorgfältig abgestimmt: Teams in Nordamerika, Saudi-Arabien und Europa sind jeweils für die Berücksichtigung regionaler Anforderungen und Erwartungen verantwortlich. Auréliens Team, das zur Abteilung Vehicle Integration and Operations gehört, ist zuständig für die Erprobung und Feinabstimmung aller Lucid-Modelle, die für den europäischen Markt bestimmt sind – vom Lucid Air über den kommenden Lucid Gravity bis hin zu künftigen Modellen im mittleren Segment.

„Wir wiederholen nicht, was unsere Kolleginnen und Kollegen in den USA bereits getestet haben“, erklärt Aurélien. „Stattdessen konzentrieren wir uns auf EU-spezifische Anforderungen – etwa bei Fahrerassistenzsystemen, Infotainment, Ladeverhalten, Hochgeschwindigkeitsfahrten und Fahrkomfort bei jedem Klima. Wir stellen sicher, dass jedes Lucid-Fahrzeug, das in Europa verkauft wird, den hiesigen Erwartungen entspricht.“

Ein zentrales Thema ist das Laden der Batterie. Anders als in Nordamerika, wo hauptsächlich einphasige Wechselstromanschlüsse verwendet werden, nutzt Europa Dreiphasen-Wechselstrom – sowohl zu Hause als auch an öffentlichen Ladesäulen. Zudem verfügt Europa über eine der fortschrittlichsten DC-Schnellladeinfrastrukturen der Welt. Deshalb testet das Team sowohl das AC- als auch das DC-Ladeverhalten in verschiedensten Szenarien.

Ansprüche an die Fahrdynamik sind ein weiterer, entscheidender Unterschied: Der europäische Strassenverkehr – insbesondere auf unbegrenzten Abschnitten der deutschen Autobahn – erlaubt dauerhaft hohe Geschwindigkeiten von über 200 km/h. Hier bieten sich beste Voraussetzungen um das, Zusammenspiel von Antrieb, Reichweite und Ladeleistung unter realen Bedingungen zu analysieren.

„Wir schauen nicht nur darauf, wie sich das Fahrzeug bei dauerhaft hohen Geschwindigkeiten verhält“, sagt Aurélien. „Uns interessiert auch die Performance danach – wie schnell es lädt, wie die Batterie reagiert und ob unseren europäischen Kunden auch bei langen, schnellen Fahrten ein nahtloses Fahrerlebnis gewährleistet wird.“ Auch Komfort und Verarbeitungsqualität werden getestet – bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt ebenso wie bei grosser Hitze. Hierfür testet das Team in den nördlichsten Regionen Skandinaviens ebenso wie im Süden Europas. Ziel ist es, dass die Klimaautomatik zu jeder Jahreszeit verlässlich für angenehme Temperaturen im Innenraum sorgt.

Der Lucid Gravity – Messbare Begeisterung und Grund zur Vorfreude.

Kurz vor dem bevorstehenden Marktstart des Lucid Gravity in Europa stellt sich eine zentrale Frage: Wie fährt sich der neue SUV? Für Aurélien ist die Antwort klar.

„Der Lucid Gravity ist der beste SUV, an dem ich je gearbeitet habe – und das sage ich nicht leichtfertig“, sagt er. „Ich war bei Mercedes-Benz in Stuttgart, bin viele aussergewöhnliche Autos gefahren, darunter einige der besten SUVs verschiedenster Marken. Aber ich bin überzeugt: Lucid Gravity setzt einen völlig neuen Massstab.“

Besonders beeindruckt ihn die Qualität des Innenraums, die Laufruhe des Fahrwerks – ermöglicht durch die Luftfederung – und das ganzheitlich überzeugende Fahrgefühl. „Das Fahrverhalten, die Stille, die Art und Weise, wie der Gravity fast schwerelos über die Strasse gleitet – ein geniales Gefühl“, sagt er.

Nach tausenden von Kilometern auf europäischen Strassen hat sich dieser Eindruck nur noch verstärkt. „Ich kann kaum beschreiben, wie sehr ich es genieße, dieses Modell zu fahren. Es ist wirklich etwas Besonderes. Und ich glaube, unsere Kundinnen und Kunden in Europa werden vom ersten Kilometer an spüren, wovon ich spreche.“

Der Lucid Gravity wird in Europa voraussichtlich noch in diesem Jahr bestellbar sein.

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Lucid Team

17. Juni 2025 in

Engineering